Südengland

Shillingford – Burnham on Sea  (112 km)

Von Shillingford ging es dann mit den nassen Schuhen weiter. Es war tagsüber aber trocken. In Taunton habe ich noch einen Radladen aufgesucht, weil ich vermeinte ein verdächtiges Knacken in den Pedalen zu spüren. Der Monteur konnte aber auch nichts feststellen. Also weiter.

Ab Tauton wurde es flach. Wir fuhren ganz entspannt an einem Kanal entlang, sahen die ersten Narrowboote und erreichten Burnham on Sea – ein richtig typisch englischer Touristenort. Vergleichbar mit Grömitz an der Ostsee, nur eben very very  britisch. In einem Lokal haben wir dann gegessen. An den Wänden etliche Monitore, auf denen Pferderennen liefen. Wetten abschließen konnte man dort auch. Wir haben allerdings nur gesehen, dass die Besucher ihre Wettscheine zerrissen und kein Jubelgeschrei zu vernehmen war.

Nach dem Lokalbesuch ging es auf Campingplatzsuche. Überall nur für Mobilheime, „no tents“ – Schilder. Wir fragten dann einen Autofahrer wo man den hier zelten könne. Er wies und den Weg. Kurze Zeit später trafen wir ihn einem Geschäft wieder, als er sich mit einer Palette Dosenbier versorgte. Und dann zum Schluß nochmals auf dem Campingplatz. er versuchte bei strammen Wind sein Zelt aufzubauen. Es fiel immer wieder zusammen – zur Entspannung setzte er sich in seinen Ford Fiesta und zischte erst mal eine Dose. Irgendwann hat er paar Helfer gefunden, die ihm sein Zelt aufbauten (Immer mal wieder einen Blick ins Manual warfen), und er mit der Bierdose in der Hand daneben stand.

Später kam noch eine Familie mit dem Auto. Sie hatten ein echtes Billigzelt, kleiner als unseres, und wollten wohl zu viert darin schlafen. Auch bei denen klappte es nur mit vielen Blicken ins fucking Manual. Aber sie waren glücklich, spielten mit ihren Kindern … Urlaub halt.

Nachts haben wir uns beide wieder die Ohren voll gehustet.

5. Etappe

Fotos!!!